PANIKPREIS PODCAST Folge #15
Shownotes
Wenn man ihn trifft, ist er ein zurückhaltender Typ, bei dem man schnell merkt, dass er sehr smart ist. Man könnte sagen ein musikalischer Hans Dampf in allen Gassen. Dafür wurde er mit zahlreichen Preisen geehrt.
Derek von Krogh ist jemand, der als künstlerischer Direktor & Geschäftsführer der Popakademie Mannheim viele Fäden in der Hand halten kann und dazu auch noch eine Prise Nerd. Er kann Dir ein Keyboard zerlegen und auch wieder zusammen bauen. Ach ja, und ein Pianist wohnt auch noch in ihm, und zwar ein richtig guter. Denn das wäre fast aus ihm geworden.
Als Produzent hat Derek von Krogh mit Künstlern wie Samy Deluxe, Kim Wilde, oder Annett Louisan gearbeitet. Als Keyboarder und Musical Director steht er schon lange neben Deutschlands Poplegende Nena auf der Bühne. Produzent und Arrangeur war er bei den TV-Shows Sing meinen Song – Das Tauschkonzert, Popstars, The Voice of Germany und vieles mehr.
Aber wir wollen hier ja keinen Roman schreiben, sondern hören, was der Mann zu sagen hat. Denn eins ist mal sicher: Er kennt sich aus! Und zwar auf beiden Seiten des Musikgeschäftes!
Sein Credo: „Auffallen ist Pflicht. Nur wer auffällt, sticht aus dem Meer an Musik heraus!“
… und weil das hier ja der PANIKPREIS PODCAST ist, erfahrt Ihr auch nach welchen Kriterien Derek in der Jury entscheiden wird. Bewerben könnt Ihr Euch noch bis 30.04. hier: www.udo-lindenberg-stiftung.de
Links:
Popakademie Baden-Württemberg 👉🏽 https://www.popakademie.de/de/ 👉🏽 https://www.tiktok.com/@popakademie 👉🏽 https://www.facebook.com/popakademie 👉🏽 https://www.instagram.com/popakademie/ 👉🏽 https://www.youtube.com/PopakademieBadenWürttemberg
Udo Lindenberg Stiftung 👉🏽 https://www.udo-lindenberg-stiftung.de 👉🏽 https://www.instagram.com/udolindenbergstiftung/ 👉🏽 https://www.facebook.com/udolindenbergstiftung 👉🏽 https://www.youtube.com/@UdoLindenbergStiftung
PANIKPREIS PODCAST auf YouTube 👉🏽 https://www.youtube.com/watch?v=1tIkOHV6tnM&list=PLYPTDIeowdHNdK6bMqr5ZVtC5heWvTBWO
Transkript anzeigen
00:00:03: Der Panik-Weiß-Podcast aus der alten Liebe in Hamburg.
00:00:05: Die Bewerbungsfrist läuft zum Panikpreis, wir wollen euch ja mit diesem Podcast ein bisschen ermuntern damit zu machen.
00:00:10: Einige Bands hatten wir schon hier, wir hatten schon einige Experten hier die erzählt haben wie man so als junge Band an Start kommt oder auch am Start bleibt.
00:00:17: heute haben wir einen alten Freund von uns nämlich den Chef der Pubakademie bestensfalls der künstlerische Leiter der Pub Akademie.
00:00:24: es gibt nämlich zwei das muss man dazusagen.
00:00:26: da eine ist Michael Herrberger.
00:00:27: ich glaube er Zahlen rechnen zuständig.
00:00:31: Eigentlich ein bisschen gemein, weil Michael Herberg das ja genau wie ich Musikproduzent bin.
00:00:34: Das
00:00:34: stimmt und
00:00:35: hätte genauso gut meine Rolle haben können.
00:00:38: also unsere gängige Sprachheiligung ist die Ich hab den künstlerischen Teil bekommen weil meiner Haare länger sind.
00:00:42: Das ist unser Story, und wir stinken
00:00:53: zu dem.
00:01:11: Bei Nina war es oder noch bist, glaube ich.
00:01:14: Bei Semi Deluxe du hast bei The Voice of Germany gecoacht und auch bei dem anderen Format welches war nochmal das zweite?
00:01:22: Oh!
00:01:22: Ich war aber ganz vielen von diesen dunklen Castingsachen dabei.
00:01:26: Ja also auf jeden Fall eine lange musikalische Geschichte.
00:01:28: was war denn eigentlich die Intention zu sagen ich gehe jetzt mal an so ne Akademie Und mach mal da den künstlerischen Leiter.
00:01:35: Tatsächlich war der Auslöser vor allem der dass Michael Herrberger mich angerufen hat und gesagt hat muss das machen?
00:01:41: Komm, verdammt noch mal.
00:01:43: Und ich hatte immer schon ein Fable dafür so auch ein bisschen zu unterrichten.
00:01:49: Ich hatte davor schon an der Filmuniversität Babelsberg öfters mal was gemacht und naja... Das wirkte dann irgendwie sehr angenehm.
00:01:56: weil also die Papakademie aufgebaut primär sage ich jetzt mal von Udo Dahm ist ein fantastischer Laden war für mich in meiner Wahrnehmung als leichts-nobistischer Musikproduzent, der immer so ein bisschen kritisch auf die Ausbildungseinrichtung guckt.
00:02:11: Wo man so denkt ich bin auch Autodidakt gewesen das müssen doch alle so sein!
00:02:14: Die Popakademie war so der einzige Laden den ich als nicht so weltfremd wahrgenommen hatte.
00:02:20: und Als es dann hieß ne ne und wir wollen auch dass du weiterhin aktiv Musiker und Produzent und so bleibst weil Du sollst ja nicht in Welt fremder Akademiker werden da dachte ich na das ist doch eine sehr schöne Kombination.
00:02:32: Dann konnte ich auch echt Nicht mehr guten Einsagen.
00:02:35: Aber eigentlich wolltest du ja ursprünglich, wenn ich da richtig informiert bin einmal Konzertpianist werden.
00:02:42: Du hast mich online gestalkt.
00:02:44: Ich hab dich gestalked, weil das an deiner musikalischen Vergangenheit sehr interessiert war.
00:02:49: Das ist ja immer so auch meine Welt und das fand ich sehr spannend, weil diese Geschichten wenn ein Künstler einen Plan hat oder als kleiner Junge schon und dann auch dahin arbeitet.
00:03:00: Ja du hast ja viel Klavierunterricht gehabt, viel geübt und dann passiert etwas.
00:03:04: in deinem Fall war das glaube ich irgendwie eine Handwurzelentzündung oder was in der Art... Und dann kann man das nicht weitermachen!
00:03:09: Das ist mein großer Einschnitt im Leben.
00:03:11: Manchmal denke ich, ob das vielleicht Schicksal ist weil es tatsächlich von vornherein in eine andere Ecke gehen sollte.
00:03:17: Nämlich in die in die du dann gegangen bist.
00:03:19: also Das Universum ist ja für seinen schwarzen Humor bekannt.
00:03:23: Insofern, ich will das gar nicht so dramatisch klingen lassen!
00:03:25: Also in der Tat wollte ich als kleines Kind Konzertpianist werden und habe sehr zum Leidwesen meiner Eltern jeden Tag fünf Stunden Klavier gespielt wie ein Irrer.
00:03:33: Und das endete dann relativ abrupt damit dass sich bei einem unglaublich banalen Fahrrad um den Fall... Der wirklich nur so war so wir biegen um die Ecke und der eine biegt ein bisschen enge um die ecke und da macht es so einen Zeitflug beperlenk Und da sind wir hier auf meinem Handwurzelknochen gelandet und der war dann komplett durch.
00:03:49: Dann ist er so falsch wieder zusammengewachsen, dass ich seitdem nicht mehr mit dem vierten Finger über den Daumen komme ohne meinen Ellbogen komplett ausfahren zu müssen.
00:03:58: Das macht dich relativ automatisch zu einem ganz schönen miserablen Pianisten was jetzt so klassische Arpeggios und sowas angeht Um dem Ganzen aber die Dramatik ein bisschen zu nehmen... Und mit drei Zehn war dann mein Hauptinteresse an der Musik schon durchaus auch die Balls gegenüber dem anderen Geschlecht.
00:04:15: Dann habe ich innerhalb weniger Monate gemerkt, dass das mit einer Bass-Gitarre und Punkrock auch ganz gut funktioniert – und dann war es gar nicht so schlimm!
00:04:22: Aber ich spiel halt leider seitdem nicht so gut Klavier, wie es gerne gewollt hätte.
00:04:27: Übst
00:04:27: du noch viel?
00:04:28: Ich komme fast nie dazu.
00:04:30: Alle fünf bis zehn Jahre habe ich dann eine Phase, wo ich mich selber aufrege, dass ich mich wieder reinkniehe.
00:04:35: Dann schaffe ich mir irgendwas drauf, was am äußersten Limit von dem ist, was ich kann.
00:04:40: Es ist eigentlich total unklug, aber das macht der Narziss dann mit einem natürlich.
00:04:44: Und dann erarbeit ich mir so ein wirklich schwieriges Stück und bin wahnsinnig stolz dass sich das jetzt kann!
00:04:49: Wenn ich dann eine Weile nicht mehr übe es nach dem Monat halt alles wieder weg und verklempert und Fehler behaftet... ...und dann gehe ich erstmal wieder fünf Jahre in die Depression was das angeht.
00:04:57: Wie groß war denn um nochmal darauf zurückzukommen für dich?
00:05:00: Dann die Umstellung auf einmal in so einen Büro zu sitzen?
00:05:03: Ich meine es ist ja dann doch wie wir vorhin schon gesagt haben.
00:05:05: als Musiker steht man ja gerne bisschen später auf.
00:05:08: Neulich habe ich ein Interview mit Max Giesig gehört, der hat erzählt das einzige Privileg dass ich als Musiker habe, dass ich morgens ausschlafen kann.
00:05:15: So jetzt musst du aber da auf einmal so ein nine to five Job machen.
00:05:18: wie war die Umstellung für dich?
00:05:20: Ja es wäre ja schön wenn's einen nine-to-five job auch wäre.
00:05:23: Es ist tatsächlich schon eher so ein Nine To Seven, Nine Two Ten, Nine To Twelve Job also oder auch Nine To Two In The Morning Job.
00:05:31: Nach hinten raus macht mir das immer alles gar nix aus Meetings morgens um neun Das.
00:05:36: ich arbeite seit zwei Jahren daran mich dran zu gewöhnen.
00:05:39: Ich arbeite glaube ich nochmal zwei Jahre dran, das ist auf jeden Fall nicht leicht.
00:05:43: Also man muss ja dazu sagen der offizielle Titel den ich habe ist künstlerischer Direktor und einer von zwei Geschäftsführern.
00:05:51: Künstlerische Direktor super alles toll macht alles Spaß alles herrlich.
00:05:56: Geschäftsführer anstrengend aber ich will da jetzt auch nicht rum mehr türen.
00:06:00: es bleibt schon überschaubar.
00:06:03: Vor allem habe ich ja von Michael Herberger der Große Hilfe.
00:06:05: Die Fußstapfen waren groß, Udo Darm und Hubert Wantjo, die das viele, viele Jahre gemacht haben... ...die Pop-Akademie auch zudem gemacht haben was sie sind.
00:06:12: Du hast es schon angesprochen Anfangs gab's immer die Kritik kann man Popmusik überhaupt lernen?
00:06:17: Das muss man doch irgendwie erfühlen.
00:06:19: Inzwischen ist es aber so und das kann man sagen dass die Pop-akademie wirklich geschafft hat viele,viele Bands hervorzubringen DJs die in Willbordcharts sind Ja
00:06:27: und auch diverse Producern den Namen man nicht kennt Aber die ganz, ganz dicken
00:06:33: Und auch viele Leute, weil du den Business-Zweig angesprochen hast die halt dann wirklich in der Plattenfirmen gezielt arbeiten können.
00:06:39: Da kann ich mir vorstellen man kommt irgendwo hin und alles ist schon da und fertig.
00:06:43: aber man möchte ja auch gerne was Eigenes einbringen.
00:06:45: Ich weiß nur was technisch viel verändert.
00:06:47: Aber was sind so deine Innovationen für die Popakademie?
00:06:49: Ja also die Fußstapfen von Udo Darm haben auf jeden Fall genug Platz gelassen um Puzzlebäume zu schlagen.
00:06:54: Das ist ja letzten Endes alles ein Privileg.
00:06:56: Aber mit dem Privilegg kommt natürlich auch schon so ein bisschen die Last.
00:06:59: Du hast so ein halbes Haus das gerne Sätze beginnt mit, also Udo hat das immer so und so gemacht.
00:07:04: Ich habe dann nach einer Weile angefangen demonstrativ zu leiden unter dem Satz.
00:07:09: Dann haben alle gedacht jetzt ist der Satz total tabu und dann musste ich das wieder zurückschrauben weil so ernst hab' ich das jetzt auch nicht gemeint.
00:07:16: Also es ist im Prinzip so...ich kann glaube ich ohne falschen Stolz schon sagen ein Vorteil den ich habe in diesem Szenario ist der..Ich bin nördiger als Udo!
00:07:25: Also Udo is ein fantastischer Schlachtzeuger Würde ich sagen, wenn man mich fragt was bin ich am ehesten beruflich dann würde ich sagen Ich bin Produzent.
00:07:34: Ich programmier auch Musiksoftware und also ich mache so verschiedene solche Sachen.
00:07:38: Das heißt ich konnte sehr meine Stärken ausspielen im Bereich Produktion.
00:07:43: Es ist inzwischen auch so Und die Politik liebt das Wort Digitalisierung.
00:07:46: Wir haben inzwischen Kurse wo du Musik Software programmieren lernen kannst.
00:07:50: Dann mein absolutes Lieblingsbaby Momentan ist dass wir haben an der Popakademie ein elektronisches Sinfonieorchester gegründet.
00:07:59: Wir nennen es PO Pop Academy Electronic Orchestra und da spielen wir symphonische Werke momentan vor allem aus der Science-Fiction Filmmusik, so wenn schon nerd dann bitte richtig!
00:08:08: Und das machen wir nur mit analogen Synthesisern.
00:08:11: Und der hochkulturelle künstlerische Aspekt davon ist, das klingt dann alles sehr interessant abstrahiert.
00:08:18: Weil wir halt alles nur mit Oszillatoren und Rauschgeneratoren usw.
00:08:22: Der populistische Anteil, der ja nicht unwichtig ist in der Popmusik oder auch in der Musik allgemein... ...der populistischen Anteil ist, dass unsere Bässe sind dreimal so fett wie die von einem echten Orchester je sein könnten.
00:08:34: Da proben wir jetzt gerade regelmäßig und ich hoffe, dass in einem Jahr vollständiges Programm zusammen haben.
00:08:40: Das wird sehr, sehr geil!
00:08:41: Man muss
00:08:41: dazusagen weil ja die Bands dann auch wenn sie ins Finale kommen bei euch spielen.
00:08:45: ihr habt eine fantastische technische Ausstattung.
00:08:48: also man kann bei euch alles machen.
00:08:49: ein richtiges Live-Set das machen wir immer live dort und dann auch mit ganz tollen Leuten für die Bans.
00:08:55: Zwar immer, wie du mal gesagt hast, das wäre eine undankbare Situation.
00:08:58: Aber am Ende des Ergebnisses was da an Sound- und Bildern rauskommt... Das ist glaube ich etwas, was die Bands, das kriegen wir auch immer gespiegelt mitnehmen!
00:09:06: Wie so ein Art kleines IPK, mit dem sie sich dann auch bewerben.
00:09:09: Das haben wir euch zu verdanken, es würde nicht anders gehen.
00:09:11: Und auch da hast du glaube ich ein bisschen was verändert in diesem Raum.
00:09:13: Du hast das letzte Mal schon gesagt, ich muss hier machen.
00:09:17: Ja also ich könnte jetzt natürlich sagen ja und toll.. Also vieles der Technik die da war, war halt dann als ich jetzt angefangen habe auch schon gerne bis zu zwanzig Jahre alt.
00:09:27: Da könnte ich sagen oh da haben wir jetzt ganz toll modernisiert und Innovationen.
00:09:31: also in Wahrheit ist es ja so dass man sich hinsetzen sagt so wenn ihr mir das Geld in die Hand und jetzt wird hier ganz viel wieder mal aufgefrischt und neu gekauft Das ist ja nun keine Leistung eher noch eine Leistung ist Ich bin dann sehr viele Klinken putzen gegangen.
00:09:43: Den Teil des Büros musste ich wirklich erstmal lernen um Sponsorings reinzuholen.
00:09:47: Dass man geht ja dann wirklich sehr freundlich Zu.
00:09:50: ganz vielen tut etwas, was man als Mensch sonst nicht so versucht irgendwie zu tun.
00:09:55: Nämlich Bittstellerei muss man schon einfach ein bisschen sagen.
00:09:59: in unserem Fall natürlich mit dem großen Privileg dass wir sagen hey wir sind die Popakademie das ist ein Multiplikator und ich meine es stimmt halt auch und deswegen ist dann auch so mein Rent relativ auf eine Tür ein.
00:10:11: also ich kriege da jetzt keine keine Medaille für.
00:10:14: aber wir haben sehr viel neu technisch jetzt aufgestellt.
00:10:17: Ich bin ja in den Genuss einer Führung gekommen durch alle Räume und Gewerke, die es da gibt Und ich war so beeindruckt weil das auch wirklich alles abdeckt ob das jetzt Bühnentechnik ist Ob das Produktionstechnik Ist Studiotechnik Alles vorhanden!
00:10:31: Ich habe so für mich gedacht wenn ich das früher gehabt hätte Hätte ich da einen Schlafsack hingelegt und wäre da geblieben und hätte mich da voll ausgetuckt.
00:10:39: Rennen die euch nicht die Tür ein um dort aufgenommen zu werden?
00:10:43: Für einen der Studiengänge.
00:10:45: Es ist schon so, dass wir könnten sehr locker, wenn wir uns räumlich vergrößern können.
00:10:50: Könnten wir sofort die Kapazität verdoppeln und verdreifachen?
00:10:53: Also ich nehme jetzt natürlich absichtlich ein theatralisches Extrembeispiel aber das sei mir in dem Moment verziehen.
00:11:00: Wir haben zum Beispiel definitiv finde Ich den besten Producing-Lärgern.
00:11:05: Producer ist ein sehr beliebter Beruf heutzutage, da hast du viele Fäden in der Hand und es ist auch kreativ sehr erfüllen weil heute machst Du Dubstep und morgen nimmst Du eine Big Band auf.
00:11:14: das ist einfach ein cooler Beruf.
00:11:16: Da haben wir einen sehr weit aufgestellten Sektor wo Du vom klassischen Engineering bis zu sehr spezifisch elektronischen und noch DJing Und hier ist das Modulasesystem Hier ist der Raum voller Keyboards also es gibt wirklich sehr viel dass man da irgendwie nutzen kann.
00:11:31: Da ist es zum Beispiel so, da haben wir dann halt so im Jahr so einen Schnitthundertfünfzig Einsendungen.
00:11:37: Dann setzt sich ein Gremium hin und hört ihr alle durch stellt erschrocken fest das über hundert davon eigentlich schon so radio tauglich gut sind.
00:11:46: Dann bricht man's in einem unglaublich schmerzvollen Prozess auf sechzig runter.
00:11:51: Dann trifft sich ein zweites Gremiam haut sich die Köppe allen um diese Sechzig zwölf?
00:11:58: Eigentlich zehn, aber es werden dann immer auch kommen so den Hälften oder noch den Zwölften.
00:12:01: Hat man also zwölfe?
00:12:03: Die wären eingeladen und von denen nehmen wir dann sechs!
00:12:06: Und das blutet einem das Herz weil da so viele tolle Leute dabei sind.
00:12:10: du programmierst damit natürlich automatisch auch Geschichten von... ...und die Pop-Akademie hat mich dann nicht genommen und jetzt bin ich sehr erfolgreich.
00:12:17: Das ist so und man bleibt dann am Schluss wirklich nur noch in so einer Ecke wo man sagt Also okay..die letzten vierzig sind eigentlich alle nahezu auf Augenhöhe Und dann fängt man auch ein bisschen an auf Diversität zu gucken.
00:12:29: Insbesondere die stilistische, aber auch durchaus die soziale.
00:12:33: Für mich ist da das Wichtigste... Es gab eine Weile so, dass Gerücht es gäbe einen bestimmten Pop-Akademie Sound.
00:12:40: Das fand ich als Gerücht extrem abtönt und es ist einem meiner Maxim, dass ich sage alles tun das das nicht der Fall ist.
00:12:49: So haben wir dann also eben am Schluss ein Typ der vor allem nur so hollywood-mäßige Filmtrailer mit heldenhaften French Horns macht einen Dubstep Wahnsinnigen Der da sitzt und macht dubstep machst du sonst was?
00:13:01: Den ganzen Tag?
00:13:02: ja Dubstep und was machst du dann den ganzen Tag?
00:13:04: Ja Samples, weil ein Dubstep-Produzent der etwas auf sich hält.
00:13:08: Der darf ja nicht irgendwelche Libraries benutzen.
00:13:10: Der muss natürlich schon lieber an den Ganzen sind dies irgendwie selber seine Wobbles machen.
00:13:17: Und dann sitzt er da drin sammelt Samples geht damit nach Hause und Dubstep ich liebe es.
00:13:22: Der weiß wahrscheinlich nicht mal wo C du auf der Tastatur ist, aber das
00:13:26: ist egal.
00:13:27: Sag doch einmal kurz eben für die Leute, die den Ausdruck nicht kennen was es ist Dubstep?
00:13:31: Oh, Dubstep is eine elektronische Musikart, wenn man's genau nimmt schon... Anfang der zweitausender entstanden ist, die dann einen sehr großen Hype inklusive der obligatorischen Überstrapazierung in den frühen Zehnerjahren hatte.
00:13:47: Und inzwischen hat es sich so ein bisschen auf einem Niveau eingepägt wo man sagt ok jetzt zieht das auch einfach Kreise und beeinflusst die Popmusik.
00:13:55: Inzwischen wird eigentlich in jedem Genre gerne auch mal gewobbelt.
00:13:58: Ich mag Dubstep sehr gerne weil es erstens eine der wenigen Musikrichtungen ist die nicht von The Floor macht, sondern eigentlich mehr so fast metalmäßig Halftime Beats mit vielen rythmisch sehr komplexen mindestens immer triole schlaufenden Wobbles und es schüttelt dich immer rhythmisch sehr.
00:14:14: Ich mag das sehr gerne!
00:14:15: Es ist sehr kreativ.
00:14:16: Jetzt kommen wir mal zum Panikpreis.
00:14:18: Du bist ja
00:14:19: auch in der Jury also wir drei in der jury Derek als Experte und vielleicht auch mal für Bands draußen wenn du da in der jury sitzt auf was achtest du denn immer bei den Bands?
00:14:29: Also es gibt im Prinzip So zwei Herzen, die da in einem schlagen.
00:14:33: Der eine ist so der Versuch einer Objektivität.
00:14:36: das ist natürlich immer Schluss endlich eine vergebliche Übung aber man gibt sich Mühe also man versucht ein bisschen das spielerisch Spiel technische Niveau einzuschätzen.
00:14:47: und um es jetzt mal am Beispiel an dem sehr plastischen Beispiel Gesang zu nehmen wie ist die Intonation?
00:14:52: Allerdings und dann kommen wir direkt zu dem anderen Herz Ist das überhaupt ne Musikgattung wo die intonation relevant ist?
00:15:00: Aber es gibt ja nun auch Anti-Gesang.
00:15:01: Wir kennen alle Leute, bei denen jetzt nicht irgendwelches heldenhaftes Riffing irgendwie relevant ist sondern dass es eigentlich eher um den schauspielerischen Ausdruck geht.
00:15:09: wie sehr erzielt so eine Geschichte?
00:15:11: und natürlich ist es dann so das man außerdem ein bisschen versucht auch wieder in die Breite zu gehen.
00:15:17: ich habe dann noch so ein bisschen für mich einen Impuls.
00:15:20: Ich bin so leicht voreingenommen wenn jemand unverschämt ist bin ich immer erstmal positiv voreingenommen.
00:15:27: Gar nicht unbedingt wegen meinem persönlichen Geschmack, also schon auch.
00:15:30: aber ich habe auch eine gute Ausrede.
00:15:31: Ich bin der Ansicht dass in der heutigen Zeit wo du mit AI-Slop übergossen wirst überall und alles inflationär ist ohne Ende Auffallen ist das kommerziellste was du tun kannst.
00:15:43: Früher gab es diesen Kommerzialitätsbegriff von.
00:15:45: wir schleifen so lang alle Ecken und Kanten ab bis die Radiowerbe Kunden sich nicht erschrecken.
00:15:51: Das ist heute Gerade zu toxisch, weil dann fällst du nicht auf und nicht aufzufallen ist das unkommerziellste was du tun kannst.
00:15:57: Ja das mein Kritik, ich guck mir immer die Frontleute an.
00:16:00: Wie kommen die rüber und wie sind sie?
00:16:01: Da geht es ja auch beim Preis drum.
00:16:02: Die Musik ist manchmal so ein bisschen eher im Hintergrund bei uns, wenn das mit dem Typ stimmt und die Aussage stimmt was ja auch Texte.
00:16:10: ganz wichtig ist.
00:16:11: heutzutage wo mir viel auffällt in dieser kommerziellen deutschen Musik, Vibanal die alle sind, die klingen alle gleich Und natürlich ragen dann jemanden.
00:16:18: wir hatten im vorletzten Podcast Swiss hier so jemand zum Beispiel der dann wirklich zeigt dass man auch mit knallerten politischen Botschaften berühmt werden kann.
00:16:26: ich drückst mal so aus und das ist für uns auch ein großes das Kriterium wird sowas auch in der Pub-Akademie den Leuten beigebracht zum Beispiel, dass man nicht so steril arbeiten soll?
00:16:35: Also wir haben... Eigentlich ein ganz klares Dogma, das heißt wir sagen den Studis niemals was sie tun sollen.
00:16:41: Ich fände das auch bisschen anmaßend weil... Was wissen wir alten Gen-Exers schon vom Tagesaktuellen Zeitgeist?
00:16:48: Das wissen die in der Regel eigentlich viel besser als wir und das soll auch so sein.
00:16:52: Also unser Job soll eigentlich mehr sein denen nur die Instrumenten und die Werkzeuge in die Hand zu geben und sagen guck hier dass der Hammer das die Sichel... Ah ok ist politisch ein bißchen aber... ...dass der Hammer dass der Schraubenzieher so schön neutral gelassen zu den Leuten auffallen, ist kommerziell.
00:17:08: Also so viel Beeinflussung muss schon sein und es ist jetzt ja nicht so dass das ein Automatismus ist.
00:17:13: du kannst auch in einer Welt voller neuer Wütender NNDW-Eggs, die jetzt alle kaut sich sind und quasi wieder Gold auf dem Reiter sitzen.
00:17:21: So kann es auch sein dass du mittendrin ankommst und ein ganz leises unglaublich melodisch ausgefuchstes trauriges Porteshead Tripop-Lied präsentiert ist und alle sagen oh der Kontrast so schön!
00:17:34: Also es gibt nie eine ultimative Formel Antwort Und das ist ja auch das Schöne dran.
00:17:39: Ich habe auf Instagram gerade einen jungen Musiker gesehen in Engländer, der hatte glaube ich vielen halb Millionen Klicks für dieses Video indem er einfach erzählt hat Leute hört auf euer Herz seid authentisch hört auf niemand anderen der euch erzählt was ihr für eine Musik machen soll Was ihr für Worte verwenden soll macht genau dass was ihr fühlt.
00:18:00: also das war im Prinzip die Aussage und mehr nicht und es haben Millionen geliked.
00:18:07: tag ist doch auch immer wieder also jedenfalls in den meisten fällen.
00:18:10: es mag auch leute geben die am reißbrett irgendwas kommerziell erfolgreiches erstellen aber ich glaube am ende des tages läuft das doch meistens darauf hinaus wenn man sich auch alle leute so an der spitze anguckt die sehr erfolgreich sind und ich glaub auf der anderen seite ist das aber auch das schwierigste weil das eben immer so viele leute gibt rechts und links so bei einer peanut gallery die dir dann irgendwie sagen nee lass mal lieber und mach mal lieber so noch mal lieber jenes.
00:18:34: meinst du nicht auch dass das so ein ganz entscheidendes Kriterium ist, für eine erfolgreiche Karriere im Sinne von erfolgreich auch mit mir und dem was ich tue happy zu sein.
00:18:44: Und mich nicht komisch zu fühlen in meinem Kostüm.
00:18:47: Also... Ich hab ja muss ich mal öffentlich zugeben an dieser Stelle unter einem Pseudonym das sich jetzt nicht verrate auch ein paar Mal Schlager produziert als meine erste Tochter auf die Welt kam und ich so ein bisschen nach einer Babypause erst mal wieder irgendwie meinen Fuß in die Tür kriegen musste.
00:19:03: Da hab' ich schon auch mal gespürt, wie sich's anfühlt wenn man was macht, was einem nicht so Spaß macht.
00:19:07: Und bin da trotz ganz schön toller Bezahlung und ganz schönen guten Verkäufen nach sehr kurzer Zeit auch wieder raus weil ich das nicht ausgehalten habe.
00:19:15: Jetzt ist es so... Erstens ist es natürlich immer ein richtiger Ratschlag Sei authentisch tue das was du fühlst.
00:19:20: Das ist ganz klar.
00:19:21: Ich bin so ein bißchen Auch weil ich Musikproduzent bin, immer auch verführt zu sagen okay aber man kann auch die Kirche im Dorf lassen.
00:19:28: Man muss es jetzt nicht über glorifizieren!
00:19:31: Weil so eine Prise Reisbrett geben.
00:19:33: wir's doch mal zu machen wir alle.
00:19:35: Plump ist das Beispiel.
00:19:36: du machst gerade ne EP und Du hast jetzt vier Songs und die sind alle laut und abtempo.
00:19:41: Jetzt erzählt ihr dein ReisBrett?
00:19:42: Jetzt wäre noch ein bisschen ein langsameres Lied passend für den Kontrast.
00:19:46: Ja das ist vielleicht Reis Brett Aber das ja nur keine Totsünde.
00:19:49: Also es ist für mich schon auch legitim, dass man das ein bisschen mischt.
00:19:53: Ich möchte da auch immer den Studis so mitgeben niemand fällt einen Zacken aus der Krone wenn er sich auch mal ein bisschen strategisch überlegt was er tut.
00:20:01: aber natürlich ist es so je näher du an dem bist was du fühlst desto leichter fällst dir auch.
00:20:06: und wenn man das jetzt verkoppelt mit den aktuellen wie ich finde wieder kantiger werdenden deutschen Acts Das ergibt sich ja auch schon von allein.
00:20:14: weil.
00:20:15: Also angesichts der weltpolitischen Lage muss es eigentlich wundern, dass die junge Generation nur so mittelgut gelaunt ist und das kommt insofern auch ein bisschen von alleine.
00:20:23: Wir müssen da gar nicht groß denen irgendwas erzählen.
00:20:26: Diese
00:20:26: Gegensätze passieren immer mehr.
00:20:27: haben wir ja auch beim letzten Panikpreis schon bei den Bewerbungen gehabt und unter dem Finalisten also nochmal der Appell wenn ihr da draußen seid und was zu sagen habt.
00:20:35: bewerbt euch!
00:20:36: Wir sind nicht die die unbedingt immer nur aufs Handwerk gucken sondern tatsächlich auch auf Leute Ich bemühe wieder mein Lieblingszitat, noch was zwischen den Ohren haben und auch entsprechende Texte machen.
00:20:46: Also ein großes Kriterium für uns.
00:20:48: Du meinst wir haben eine Nase?
00:20:49: Natürlich!
00:20:49: Das ist ja ein Kriterium bei der Ausschreibung, sonst wären wir ja so'n banaler Wettbewerb wie... Was weiß ich?
00:20:56: DSDS.
00:20:56: Das wollte ich jetzt nicht so sagen aber wir haben das schon erwähnt in diesen
00:20:59: Posten.
00:20:59: Sag mal gerne DSDS weil da war ich am wenigsten.
00:21:03: Also ich möchte noch einen Kriterium hinzufügen, was mich bewegt.
00:21:07: Wenn ich Songs höre und wenn es darum geht zu gucken, was gefällt mir?
00:21:11: Was nicht?
00:21:11: Für mich ist ganz entscheidend, möchte ich das nochmal hören!
00:21:14: Alle Sachen, die mir aufgefallen sind über die Jahre, die dann nachher auch bekannt geworden oder hitzgeworden sind, die ich das erste Mal irgendwo gehört habe oder im Radio gehört hab.
00:21:22: Ich erinnere mich an Situationen, dass ich rechts ran gefahren bin weil ich unbedingt wissen wollte wer ist das überhaupt?
00:21:27: Dass sich das irgendwo noch mal hören kann.
00:21:29: also das finde ich ein ganz ganz wichtiges Kriterium.
00:21:31: Du als Nerd kann ich dir sagen dein Handy, das dich ja sowieso ständig überwacht hat eine sehr praktische Playlist Überwachungsfunktion und kann heutzutage jederzeit dir wiederherstellen, was du in den letzten zwei Stunden gehört hast.
00:21:45: Nur so am Rande.
00:21:47: Ich automatisiere das gar nicht so gerne!
00:21:50: Das wird mir dann auch tummert.
00:21:51: Das ist ein bisschen wie was du gerade über Authentizität gesagt hast.
00:21:54: also manches möchte ich dann auch lieber ein bisschen... damit möchte ich floten Und mal gucken, was passiert.
00:21:59: Fair enough!
00:22:00: Aber weißt du noch?
00:22:01: Änderst du dich an Cher Samen?
00:22:02: Das haben wir alle benutzt.
00:22:03: Ja
00:22:04: ja, habe
00:22:04: ich auch.
00:22:04: Cher Sam ist heute quasi eine Grundfunktion im Audio-Input eines Handys und das meiste so wie WLAN an.
00:22:11: aus kannst du dann oben in den Einstellungen Cher Saming an ausmachen.
00:22:14: Verstehe, das musst du mir mal zeigen.
00:22:16: Ich nutze das immer noch auf die alte Methode.
00:22:18: Wenn man sich das anguckt... Ich hab ja auch viele Zeiten erlebt, in denen es toll war und Spaß gemacht hat ein ganzes Album durchzuhören von jemandem, dem du richtig
00:22:27: konzentriert bist.
00:22:27: Ein ganzes Eier.
00:22:29: Ja, genau!
00:22:30: Da sind wir wieder und die habe ich ja heute noch so quasi in mir.
00:22:34: Besonders natürlich die, die ich immer wieder und immer wieder hören wollte.
00:22:37: Hast du nicht auch das Gefühl dass die Verbindung zur Musik durch diese Schnelllebigkeit und all das was du jetzt geschildert hast ein bisschen verloren geht?
00:22:46: So dieses Zuhause, was man manchmal in bestimmten Liedern gefunden hat und was dir auch geblieben ist über die Zeit, dass da so ein bisschen mehr Distanz eingetreten ist?
00:22:55: Ist
00:22:55: eine gefährliche Frau... auf jeden Fall, weil ich tue mich immer schwer da wirklich genau zu trennen zwischen wie sehr geht es jetzt mir so?
00:23:03: Weil ich halt inzwischen ein alter Sack bin versus wieso ist das wirklich so.
00:23:08: Ich versuche dann immer so ein bisschen auf meine Töchter zu gucken.
00:23:12: Ich glaube ich muss mich selber als Referenz da wirklich rausnehmen, weil natürlich ist es so dass mich zum Beispiel ein Album Heutzutage nicht mehr so ins Herz treffen kann, wie als ich fünfzehn war.
00:23:24: Das liegt einfach daran mit fünfzehnen bist du voll sperrangelweit offen deine Seele ist wirklich so offen und saugt alles ein Und das prägt dich dein ganzes Leben dass jetzt halt einfach so nicht mehr.
00:23:35: das muss man sich Einfach auch ein bisschen eingestehen.
00:23:38: und wenn Ich jetzt also nur meine töchter mal als referenz nehme dann ist es natürlich schon So dass ich merke das ist alles kurzlebiger geworden Sehr viel ticktockiger.
00:23:49: Mein Lieblingsbeispiel ist immer das natürlich candy in the air tonight von Phil Collins, warum kennen sie das?
00:23:55: Sie kennt die Stelle mit dem Tomfil und dann haben sie halt irgendwann mal und damit komme ich aber auch schon zu der Gegenargumentation weil sie die stelle mit dem tomfil viral so wahrgenommen haben haben sie ja schon auch irgendwann mal das ganze lied gehört.
00:24:08: Und insgesamt ist es schon so, ey meine beiden Töchter sind ziemlich musiksüchtig.
00:24:13: Die hören ein bisschen mehr querbeat als ich das rühr gemacht habe.
00:24:16: sie hören sicherlich nicht mehr so album fokussiert wie ich das früher gemacht hab aber Es ist schon auf jeden fall so.
00:24:22: die haben Also ich meine, ich fahre mit denen durch die Gegend und dann sitzen sie hinten und haben ihre Playliste und Gröhlen mit von ganzem Herzen.
00:24:29: Also ich glaube so diese grundlegende Magie der Popmusik lässt sich nicht kaputt kriegen egal wie kurzlebig das ist.
00:24:35: Was mir auch als Alte im Sack auffällt dass sich auch die Hörgewohnheiten verändert haben.
00:24:39: also wo wir uns dann alte Säcke früher vor die Stereoanlage gesetzt haben und die konnte nicht fett genug sein und das war nicht am besten genau Ist es heute irgendwie ein Handy?
00:24:48: Und ich komme da irgendwie zu meinem Sohn ins Zimmer und sage sagen wir, das ist doch so geile Mucke.
00:24:52: Wollen wir uns nicht mal das auf der großen?
00:24:53: Nö-Nö das reicht mir!
00:24:54: Da komme ich zu einer Frage hat das auch das Producing verändert?
00:24:57: Ja ja ja
00:24:58: auf jeden Fall.
00:24:59: Das heißt man hört inzwischen nicht mehr auf dem berühmten kleinen Küchenradio ab sondern wie klingt's auf einem Handy?
00:25:04: oder wie muss ich mir das vorstellen?
00:25:05: Auf jeden Fall also wenn ich einen Mix mache... dann habe ich im Prinzip mehrere Stufen.
00:25:11: Also die ganz großen Speakers, die mache ich nur noch an um irgendwie so die Klubtauglichkeit und den Suppasbereich mal kurz abzuklopfen.
00:25:18: Das meiste mach' ich nie vieles.
00:25:19: das ist ein bisschen auch persönliche Präferenz.
00:25:22: aber natürlich nächster Schritt mittelgroßer Bluetooth Speaker Ganz wichtig.
00:25:27: einmal irgendeinen fucking Laptop Man muss es sich auch geben, auch auf dem Handy mal anhören.
00:25:33: Und wenn auf dem Handy dann so was passiert wie das zum Beispiel der Gesang soweit vorn daraus... ...der Musik rausfällt weil halt so ein Handy ja so einen Mittelbuckel nur ist,... ...dann weißt du okay, muss ich vielleicht noch gucken bisschen mit der Einbettung das nachzujustieren.
00:25:46: und es gibt natürlich auch so eine... Das ist jetzt aber sehr nördig!
00:25:49: so eine Kunstform, dass du versuchst, möglichst tiefklingende Bässe über die Erzeugung von Obertönen zu suggerieren.
00:25:56: Dass sie auch auf kleineren Lautsprechern ein bisschen wahrgenommen werden.
00:25:59: Unser Gehirn rekonstruiert über die Wahrnehmung von Obertönenbässe und da kann man ganz schön rumtricksen das aus kleinen Lautsprechern Besse rauszukommen scheinen, die physikalisch gar nicht möglich sind.
00:26:11: Da gibt es Plug-ins für diese was tun aber das gibt's auch schon seit zwanzig Jahren.
00:26:15: Spannend, wusste ich gar nicht.
00:26:16: Ich hab so eine fette Marshallbox zu Hause, die klingt so amtlich wie der ganze Stereoanlage.
00:26:20: da fällt mir das manchmal echt auf.
00:26:22: Die hat Besse kannst du auch noch reindrehen und dies eigentlich gar nicht gibt?
00:26:25: Schon hammer!
00:26:26: Das
00:26:26: ist der Warnsinn.
00:26:27: Aber
00:26:28: du sag mal jetzt mal aus der Abteilung TikTok.
00:26:30: und so drei Gründe warum es gut ist sich an der Popakademie zu bewerben.
00:26:35: Erster Grund Die Community, zweiter Grund die Community, dritter Grund die community und jetzt noch vierter Grund.
00:26:41: Popakademie ist schon auch geil aber es ist also.
00:26:44: das Hauptargument für mich ist wir geben uns wahnsinnig viel Mühe super aktuelle Inhalte zu machen.
00:26:50: Wir sind ständig am Reformieren von den ganzen Inhalten die wir so haben und versuchen das alles topmodern zu machen.
00:26:58: Aber der wirkliche Killerpunkt am Ende des Tages ist, wenn du jetzt zum Beispiel ein Bachelor machst, dann lebst du da drei Jahre mit ungefähr vierhundert Wahnsinningen zusammen, deren Herz genauso für die Musik schlägt wie Deins.
00:27:10: Das steht so weit oben!
00:27:12: Und das war auch der Punkt wo ich am meisten gelernt habe weil natürlich bin ich immer noch so ein bisschen mit dieser autodidaktischen Freiberufler Skepsis.
00:27:23: Romantischen Verklärung von Popmusik soll doch gefälligst daddaistische naive Genialität sein und nicht gelernt.
00:27:31: Das ist ja so ein Klischee, das man immer mit trägt.
00:27:33: Popmusik war bitte ungelernt und autodidaktisch sein.
00:27:37: Das ist trotzdem auch da... Du lebst einfach in einer Band-Szene und einer Producer Szene.
00:27:43: Ich sage auch gerne, früher gab es in jeder Stadt eine Band- Szene Und an Stuttgart waren ein bisschen mehr Hip Hop und Hardcore.
00:27:49: Hamburg war irgendwie mehr ne Hamburger Schule.
00:27:52: Diese ganzen Band-Zähnen sind leider überall zurück gegangen.
00:27:56: auch ein Phänomen, das man mal finde ich noch untersuchen könnte warum das jetzt so ist.
00:28:00: Früher hatte jedes Jugendhaus unten Proberaum und acht Bands.
00:28:04: du hast zum Beispiel eben an der Pop-Akademie genau diese Form der Bandszene.
00:28:09: So haben wir früher unser Handwerk gelernt wie eine alten Säcke Und da hast Du die Möglichkeit eben auch in so einer Welt zu leben.
00:28:16: Ja Mannheim gilt ja immer so als Soul City Nicht nur durch die Söhne Mannheims, sondern das kommt auch aus dieser alten Tradition.
00:28:22: Da gab es viel AFN aber das ist ja dann auch wieder eine Sache von Alten Säcken Das gibt's ja gar nicht mehr.
00:28:27: diese Influenz Und was mit den Proberäumen ist übrigens schlimm.
00:28:29: Ich weiß nicht wie es Bands da draußen geht Aber bei uns in Leipzig gibt es ganz wenige Proberräume.
00:28:34: Da muss dann immer irgendeine private Initiative starten Die dann irgendein Haus mietet und da ein Bandhaus macht wo ganz viele Prober Bäume sind.
00:28:41: Die müssen dann aber auch wieder hingehen und Gelder beantragen Komme ich nämlich auf den Punkt so ein bisschen auch etwas Neues in deinem Job, dass ihr auch so Musikförderungen eskautet und benutzt.
00:28:52: Und was können denn junge Bands tun wenn sie eine Musikfördere haben möchten?
00:28:56: Auch abseits der Pop-Akademie vielleicht!
00:28:58: Da kann ich jetzt natürlich nur für Barnum Württemberg reden.
00:29:03: da gibt es die sehr schwer bespittitelte Popland Initiative Ja, genau.
00:29:10: The land und deswegen auch popland.
00:29:12: aber es gibt auch perspektive pop als förderprogramm Und es gibt regionett und es gibt die pop büros.
00:29:19: Es gibt sehr viele stellen und instanzen an die man sich wenden kann.
00:29:23: wir haben auch außerhalb der pop akademie Zum Beispiel noch den Bandpool.
00:29:28: Das ist auch noch so ein Nachwuchsförderungsteil, den wir haben.
00:29:31: Wenn ich da als Anfang würde in die einzelnen Details zu gehen das wäre wirklich schwierig.
00:29:35: Fakt ist auf jeden Fall Popland zum Beispiel versucht jetzt auch wieder sehr lokal vor Ort mit Popbüros die installiert werden oder mindestens finanziell weiter unterstützt werden dass wieder ein bisschen mehr hervorzuheben und wieder besser aufzubauen.
00:29:49: Das kann man aber auch eins zu eins spiegeln.
00:29:51: auf andere Bundesländer, also das gibt in jedem Bundesland...
00:29:53: Nein, nein, nein!
00:29:54: Das macht Baden-Württemberg ganz klar am besten.
00:29:55: Ganz exklusiv
00:29:56: genau.
00:29:56: Ja ja,
00:29:57: wie ist das?
00:29:58: Pop-Büro,
00:29:59: es gibt's in vielen Bundesländern, in vielen Städten.
00:30:01: Aber nirgendwo
00:30:02: so toll, wo muss ich jetzt
00:30:03: bloß dich sagen?
00:30:03: Irgendwo ist es so toll wie in Badewurde bei uns.
00:30:05: Richtig.
00:30:05: Also
00:30:05: du, ganz ehrlich, das ist auch eine Frage die du locker chattydp stellen kannst.
00:30:10: Und dann kriegst du einen riesen Katalog mit allen Webseiten und dann fragt dich TedGDP.
00:30:14: Soll ich dir mal unverbindlich an anschreiben, aufsetzen?
00:30:18: Also da gibt es einiges und das kriegt man glaube auch ganz leicht raus.
00:30:21: aber auf jeden Fall dass was wir uns von dir gewünscht haben finde Ich habe mir auch bekommen nämlich diese zwei Seitenmal beleuchtet zu bekommen von einem und derselben Person.
00:30:31: Das hatten ja nicht so oft dass jemand da diesen Hut aufhat künstlerischer Leiter so einer Institution zu sein Aber eben trotzdem auch Erfahrung als Musikant und das auch in sehr, sehr vielen unterschiedlichen Bereichen.
00:30:44: Eine Frage die mich noch zum Abschluss interessiert ist wenn du dann wieder was du ja tust zwischen durch zurückgehst auf die Bühne wie fühlt sich denn das an?
00:30:53: muss man da so ein bisschen eine kleine Anpassungsphase einkalgulieren oder gehst du dahin und bist gleich wieder drin im alten Modus sozusagen?
00:31:01: Es klingt jetzt anmaßen aber da ich ja nie aufgehört habe ist es nicht wirklich ne Umstellung.
00:31:06: Also das ist schon tatsächlich so.
00:31:08: Nee, die Umstellung ist eigentlich eher andersrum.
00:31:09: also auf die Bühne gehen und so wieder das zu tun.
00:31:12: easy am nächsten Montagmorgen um neun in einem Meeting zu sitzen.
00:31:16: Das ist nicht so easy.
00:31:18: Es hat uns sehr, sehr gefreut dich hier zu haben.
00:31:21: Dass du den Weg gemacht hast und angeritten bist aus dieser wunderbaren Pop-Akademie.
00:31:26: Ja wir
00:31:26: uns bis schon in ein paar Monaten sehen im Juli Finale.
00:31:29: Gespannt sind auf die nächsten
00:31:30: Bands.
00:31:31: Panikpreis, Panikkreis,
00:31:33: Bustekam,
00:31:33: welche Kamera?
00:31:35: Webseite Udo Lindenberg Stiftung.
00:31:37: da kriegt ihr die ganzen Bewerbungskonditionen usw.
00:31:40: Und es geht auch ganz einfach.
00:31:41: man muss nur... Da gibt's so eine Maske dann muss man reingehen und dann ladet ihr hoch was wir von euch wollen nämlich meistens drei Songs ein bisschen Video und ein paar Fotos und Infomaterial.
00:31:50: Und dann werden wir die neuen Stars erskauten!
00:31:53: So ist es!
00:31:54: Derek, vielen Dank dass du
00:31:55: da warst!
00:31:55: Gut der einen Reise und bis zum nächsten Mal!
00:31:56: Ciao ihr Lieben!
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